Lange erwartet – jetzt kommt Bewegung in die ETCS-Förderung.

Viele Eisenbahnverkehrsunternehmen und Fahrzeughalter warten seit Monaten auf konkrete Informationen zur Förderung der ETCS-Nachrüstung. Nun kommt Bewegung in das Verfahren: Die Förderrichtlinie ist veröffentlicht und der Bund stellt dafür rund 1,7 Milliarden Euro bis 2030 bereit. Um die Weichen zügig auf Zukunft zu stellen, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Die Förderrichtlinie sieht Förderquoten von bis zu 90 % für First-of-Class-Ausrüstungen und bis zu 60 % für Serienausrüstungen vor. Damit können sowohl die erstmalige technische Umsetzung für eine Fahrzeugtyp-Variante als auch die anschließende Ausrüstung weiterer Fahrzeuge derselben Baureihe unterstützt werden.

Förderanträge können voraussichtlich ab dem 31.07.2026 bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) online eingereicht werden. Gleichzeitig begleitet die ERTMS-Koordinierungsstelle die Abstimmung der Fahrzeugausrüstung mit dem künftigen Streckenausbau und unterstützt dabei, den Aufwand für First-of-Class-Verfahren möglichst gering zu halten.

Der entscheidende Vorteil der aktuellen Startphase: Anfänglich stehen signifikante Mittel zur Verfügung, die zügig verplant werden müssen, um einen Verfall der Fördergelder zu verhindern. Insbesondere für fertige Konzepte und Projekte „in der Schublade“ bieten sich hervorragende Chancen auf rasche Zusage. Da die Bewilligungsstelle (BAV) zu Beginn von einer sehr hohen Bewilligungsquote ausgeht, gilt die klare Devise im Sektor: Anträge sollten unverzüglich eingereicht werden, um vom vollen Fördertopf zu profitieren.

Für eine transparente und verlässliche Abwicklung sind regelmäßige Genehmigungsfenster vorgesehen. Die Entscheidungen des Lenkungskreises über die Bewilligung von Förderanträgen finden viermal jährlich statt, wobei der erste Stichtag für Freigaben bereits auf den 01. September 2026 terminiert ist (gefolgt vom 01. Dezember 2026).

Die Förderrichtlinie liegt vor, die Förderquoten stehen fest und das Antragsverfahren startet zeitnah. Jetzt kommt es darauf an, aus geplanten ETCS-Nachrüstungen antragsfähige und umsetzbare Projekte zu machen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Fahrzeugauswahl, technische Umsetzbarkeit, Kosten, Projektstruktur und Zulassungsweg zu finalisieren. Gut vorbereitete Vorhaben können nach Bereitstellung der Antragsunterlagen schneller und vollständiger eingereicht werden.

Dabei unterstützt Sie die SmartTECS Rail Service GmbH als erfahrener Engineering-Partner von der Fahrzeug- und Baureihenanalyse über die Auswahl der passenden Onboard-Unit bis hin zu Engineering, Safety Management und Wiedererlangung der Inbetriebnahmegenehmigung.

Weitere Informationen des BMV:

Pressemitteilung des BMV

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